nGbK, Berlin, 2022-

Interimsnutzung nGbK – Realisierungswettbewerb 1. Preis
Der gesellschaftspolitische Anspruch bei der Gründung der nGbK 1969 war die Erforschung, Erprobung, Präsentation und Vermittlung von bildender Kunst.
Der nGbK wird ein Raumgerüst zur Verfügung gestellt, dessen Potential sich erst in der kreativen Aneignung und Arbeit der Macher*innen entfaltet. Der Raum wird von uns nicht fertig, sondern in seiner Veränderung gedacht um vielfältige Formate aus den von den Vereinsmitgliedern selbst entwickelten Programmen zu ermöglichen.

Raumgruppen  Die Nutzungen aus dem geforderten Raumprogramm werden thematisch gruppiert und dem urbanen, dem musealen und dem Funktionsraum zugeordnet. Die Grenzbereiche werden dabei unscharf ausgebildet. Auf eindeutig definierte Raumzuweisungen wird teilweise zugunsten von temporären Überlagerungen bewusst verzichtet.

Prozessraum – Gezielte und minimale räumliche Setzungen ermöglichen im Zusammenspiel mit flexiblen Raumtrennungen eine große Offenheit für eine Vielfalt an Raumkonstellationen und -bezügen. Die eingeschriebenen Möglichkeiten können in der Praxis erprobt und sich an die sich verändernden Bedarfe und Inhalte verschiedener Kurator*innenteams und Ausstellungsformate anpassen.
Die Variabilität von Ausstellungs- und Veranstaltungsraum wird durch die zentrale Position eines Schaltmöbels ermöglicht. Es ist das Werkzeug zur Veränderung und freien Bespielung der Vereinsräume durch seine Nutzer*innen.

Schaufenster/ Lichtorgel – Kollaborative Aushandlungsprozesse, Diskurse und Ausstellungsformate nehmen durch eine Positionierung öffentlichkeitswirksamer Nutzungen in der Schaufensterfassade Kontakt zum Stadtraum auf und werden sichtbar gemacht. Die Aktivierung der Fassade durch verschiedene und sich immer wieder verändernde Raumkonstellationen leuchten in den Stadtraum.

R+ Strategie: Bestandstransformation, flexibel nutzbare Raumkonstellationen
Auftraggeber: neue Gesellschaft für bildende Kunst e.V.
BGF: 770 m2
LP: 1-8
Realisierung: geplant ab 2023
Team:  Marianne Rüger, Sophia Albrecht, Kristina Sauer, Sophie Möhrle, Frank Schönert, Nanni Grau
Kooperation: Anna Mandoki & Martin Conrads, Ludger Schwarte