Verhandlungsverfahren mit Ideenteil, 1. Preis
Das seit Anfang der 1990er Jahre leerstehende Stadtbad Luckenwalde wurde 1927–1929 nach Entwürfen des Siemens-Architekten Hans Hertlein im Stil der neuen Sachlichkeit errichtet. Inzwischen wurde das Gebäude als Kulturdenkmal eingetragen und steht seither unter Denkmalschutz.
Mit der 2026 beginnenden Sanierung soll ein kulturelles Zentrum entstehen, ein „dritter Ort“, der für die Bürgerinnen und Bürger von Luckenwalde sowie Besucherinnen und Besucher gleichermaßen offen steht. Pioniernutzungen der letzten Jahre werden integriert und dauerhaft möglich gemacht.
Ziel ist es, die gestalterischen und räumlichen Qualitäten der ehemaligen Schwimmbadnutzung zu erhalten und durch minimale Anpassungen neue Nutzungsmöglichkeiten für Veranstaltungen, Ateliers, Vereinsräume oder Arbeitsplätze einzufügen. Die bestehende Erschließung wird durch gezielte Eingriffe vervollständigt: zwei bestehende Treppen werden erweitert, die Sanitärinfrastruktur wird über alle Etagen ausgebaut und ein neuer Fahrstuhl an der Schnittstelle zwischen Schwimmhalle und Foyer eingesetzt. Der Umbau wird, kooperativen Nutzungsanforderungen entsprechend, nutzungsflexibel erfolgen. Dadurch sollen die Möglichkeiten für Aneignung, Flexibilität und Veränderung erhöht werden. Die Baumaßnahmen erfolgen nachhaltig, sowohl in Bau und Betrieb: Neue Baustoffe bestehen aus nachwachsenden, lokalen und wiederverwendeten Rohstoffen und es kommen passive Klimatisierungs- und Energiekonzepte zum Einsatz. Das Vorhaben wird zudem durch eine intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger begleitet.
Kollaboration: ZRS Ingenieure, Planungsbüro Drobka
Auftraggeber: Stadt Luckenwalde
Pioniernutzungen: E-Werk Luckenwalde, LUBA GmbH, Bundesstiftung Baukultur, Rurbane Realitäten, u.v.m.
BGF: 3.200 m2
LPs: 1-8
Förderung: Nationale Projekte des Städtebaus, Premiumprojekt
Bearbeitung: seit 2025, Baubeginn 2026
Team: Marianne Rüger, Linus Werner, Kristina Sauer, Nicolas Bobran, Angelina Orsagosch, Jene van den Abeele, Frank Schönert, Nanni Grau