Lottenhof, Potsdam

Der Lottenhof soll zukünftig als soziokulturelles Nachbarschaftshaus und Veranstaltungsort im Stadtteil Potsdam West dienen. Nach langjährigem Leerstand ist das der Ost-Moderne zuzuschreibende Gebäude in einem ruinösen Zustand. Im Zuge geplanter Nutzungen werden verschiedene Instandsetzungs-, Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen sowie ein aktuelles Brandschutzkonzept erforderlich. Darüber hinaus soll die barrierefreie Erschließung von Gelände und Gebäude hergestellt werden.

Die in 1971 eröffnete ehemalige „HO-Gaststätte Charlottenhof“, inzwischen „Lottenhof“ genannt, besteht aus einem mittig vorgelagerten, dreiseitig verglasten Pavillonbau mit zwei Eingangszonen. Er beherbergt einen 18 x 18 m große stützenfreien Saal, dessen flache Dachscheibe über Stahlseile von einem außenliegende Tragwerk aus vier Stahl-Pylonen gehalten wird. Daran schließt sich ein eingeschossiger Massivbau, mit ehemaligem Wirtschaftstrakt, kleinem Saal und Selbstbedienungsrestaurant. Die beiden letzten dienten nach der Wende als „Trattoria“, im großen Saal war zwischenzeitlich die Diskothek „Charly“ untergebracht.

Der Fokus der Planungen liegt auf dem Erhalt, Ertüchtigung und Nutzbarmachung des großen Saals mit seiner ursprünglichen gläsernen Fassade und Seiltragwerk im bauzeitlichen Erscheinungsbild. In einem partizipativen Planungsprozess wurden Lösungen für neue Nutzungsformate und multifunktionale Raumlösungen entwickelt, wie beispielsweise Raumteilungen zur Durchführung unterschiedlicher Veranstaltungsformate wie Theater, Konzerte, Kino, Workshops, Konferenzen, Sport, Familienfeiern, Tanz, etc..

 

Kollaboration: Uta Gehrhardt , Büro für Landschaftsarchitektur
Auftraggeberin: Landeshauptstadt Potsdam
Pioniernutzung: Stadtteilnetzwerk Potsdam e.V.
BGF: ca.1.300 m2
LPs: 1-9
Förderung: Nationale Projekte des Städtebaus
Bearbeitung: seit 2025, Baubeginn 2026
Team: Jene van den Abeele, Angelina Orsagosch, Erica Venturini, Kristina Sauer, Nanni Grau, Frank Schönert